Der Mensch schwitzt in der Regel zwischen 0,5 und 6 Liter Flüssigkeit pro Tag aus. Hierfür sind die circa 3 Millionen Schweißdrüsen unter der Haut verantwortlich. Von der Stärke des Schwitzens kann man gut auf den Gesundheitszustand der jeweiligen Person schließen. Im Rahmen der Diagnostik wird allerdings nicht nur die Menge, sondern auch die Lokalisation der schwitzenden Stelle berücksichtigt.

Laut der TCM handelt es sich bei Schweiß um eine Flüssigkeit, die vom Herzen reguliert wird. Die wässrige Ausscheidung wird dabei generell dem Yin zugeordnet. Übermäßiges Schwitzen ist also auf ein Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang zurückzuführen. Treten Schweißausbrüche vor allem in der Nacht auf, deutet dies auf einen Mangel von Yin hin. Wird Schweiß hingegen überwiegend am Tag ausgeschieden, kann man von einem Yang- oder Qui-Mangel ausgehen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn man ohne körperliche Anstrengung schwitzt. Ist lediglich der Kopf vom vermehrten Schwitzen betroffen, lässt dies auf einen Yang-Qi-Mangel schließen. Leidet man aber gehäuft an Hand- und Fußsohlen unter feuchten Stellen, ist hierfür ein Milz- und Yin-Schwäche verantwortlich. In einigen Fällen treten Schweißausbrüche auch auf der Brust auf. Dies ist auf eine Herz-Yin-Schwäche zurückzuführen.

Übermäßiges Schwitzen lässt sich effektiv mit Hilfe der Phyto- und der Kräutertherapie bekämpfen. Als effizient haben sich dabei die Ephedra-Wurzel und Austernschalen erwiesen. Diese Mittel können sowohl direkt auf die Haut aufgetragen oder auch als Tee eingenommen werden.
Wer Schweiß dauerhaft bekämpfen will, sollte außerdem seine Ernährung umstellen und auf scharfe Gerichte, wie beispielsweise Chili, Pfeffer und Knoblauch, verzichten.

# Link | Dolores Stuttner | Dieser Artikel erschien am Sonntag, 30. Dezember 2012 um 23:35 Uhr in TCM allgemein | 10823 Aufrufe

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