Unter Gua Sha versteht man in der TCM eine Massagetechnik, bei welcher verspannte Muskelpartien mit „Schabern“ behandelt werden. Hierfür werden Materialien wie Horn, Holz oder auch Steine eingesetzt. Mit Hilfe dieser Werkzeuge streicht man die Schmerzpunkte aus, was die Ablagerungen zwischen Muskeln in Bewegung setzt. Dadurch werden die Schlacken an die Oberfläche befördert. Für gewöhnlich befinden sich im Bereich der größten Schmerzen die meisten Ablagerungen. Nach der Behandlung lassen sich diese Stellen an der geröteten Haut erkennen. Jener künstlich erzeugte Bluterguss sorgt für eine bessere Durchblutung des tief liegenden Gewebes. Die Rötung, deren Farbton auch diagnostischen Wert hat, ist nach etwa 3 bis 4 Tagen nicht mehr zu sehen.

Indikationen für eine Gua Sha-Massage

Die Anwendung jener Methode wird zumeist bei Erkrankungen des Bewegungsapparates empfohlen.  Dies ist insbesondere bei Schmerzen im Bereich von Schultern und Nacken der Fall. Gua Sha kann bei Migräne und einem angeschlagenen Immunsystem leicht Abhilfe schaffen.
Weitere Indikationen für diese Behandlung sind Bewegungseinschränkungen des Kopfes, Beschwerden beim Ischias Nerv sowie das HWS-Syndrom nach einem körperlichen Trauma. Um eine Verbesserung des Ist-Zustandes zu erzielen, sind zumeist nur wenige Sitzungen erforderlich. Bevor jene Methode angewendet wird, ist eine entsprechende Diagnosestellung erforderlich. In der TCM bedient man sich hierbei der Puls-Zungen-Meridian-Diagnose.

Was ist nach der Massage zu beachten

Nach der Massage-Sitzung sollte man die behandelten Stellen bedeckt halten und schonen. Auch direkte Sonneneinstrahlung sowie Kälteeinwirkung sind zu vermeiden.
Als vorteilhaft erweisen sich aber leichte Dehnungsübungen. Diese fördern die Entspannung und regen somit den Heilungsprozess an.

# Link | Dolores Stuttner | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 08. August 2012 um 14:47 Uhr in TCM allgemein, TCM: Behandlungen | 4216 Aufrufe

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