Die Augen gelten in vielen Kulturen als Spiegel der Seele. In der TCM sind sie zusätzlich als Spiegel der Gesundheit bekannt. Bei der Diagnostik spielt die Konstitution der Iris, die an deren Farbton erkennbar ist, eine wichtige Rolle. Diese lässt auf gewisse Veranlagungen und Anfälligkeiten für bestimmte Krankheiten schließen.

In der Irisdiagnostik teilt man die Augen der Patienten nach folgendem Schema ein:

- Blau/Grau = rein lymphatisch

Wie der Name erahnen lässt, haben Menschen mit einer hell gefärbten Iris vor allem im Bereich der Lymphe Schwächen. Auch der Muskelbereich ist für diverse Störungen anfällig.
Eine Person, deren Augen sich eher eine graue Färbung auszeichnen, kann außerdem eine erhöhte Anfälligkeit für Geschwüre aufweisen.

- Braun = rein hämatogen

Bei Menschen mit diesem Farbton wird beim Körper des Öfteren eine unzureichende Reaktion auf Krankheitsreize festgestellt. Bereits bei leichten Erkältungen kann es zu einer drastischen Schwächung des Immunsystems kommen. In weiterer Folge kann dies zum einem Mangel an weißen Blutkörperchen führen. Als Grund für diese Assimilationsschwierigkeit des Körpers wird ein Mangel an Spurenelementen und Katalysatoren angesehen.

- Mischtypen = gemischt

Als Mischtypen werden Personen mit einer grünen oder grün-braunen Iris bezeichnet. Bei dieser Menschengruppe wird in der TCM häufig eine vererbte Schwäche des Leberparenchyms diagnostiziert. Dies äußert sich in Form einer Verdauungsschwäche, die zu Beschwerden im Verdauungstrakt führen kann.
Auch depressive Verstimmungen sind bei diesem Typus des Öfteren anzutreffen.

Im Großen und Ganzen lässt sich jedoch sagen, dass man die Irisdiagnostik nur in Kombination mit anderen TCM-Methoden anwenden sollte. Zuverlässige Diagnosen lassen sich nämlich nur durch eine ganzheitliche Betrachtung des Patienten stellen.

# Link | Dolores Stuttner | Dieser Artikel erschien am Sonntag, 21. Oktober 2012 um 20:51 Uhr in TCM allgemein | 3496 Aufrufe

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